[ACHTUNG] Reisewarnung vom 13.-26.Oktober | Passkontrollen in ganz Europa

>> Vom 13.-26.10.2014 findet in der gesamten EU eine Polizeioperation unter dem Namen “mos maiorum” [„die Sitten der Ahnen“] statt. In diesen zwei Wochen werden etwa 18.000 Polizisten in enger Zusammenarbeit mit FRONTEX auf Jagd nach Menschen ohne Aufenthaltsstatus gehen. Sie wollen unsere Migrationswege herausfinden und möglichst viele von uns festnehmen.

Warnt bitte alle Menschen ohne Papiere! Vor allem in Zügen, auf Bahnhöfen, an Flughäfen, auf Autobahnen und an innereuropäischen Grenzen sind vermehrt Kontrollen zu erwarten.

Gegen die Festung Europa! Kein Mensch ist illegal! <<

Reisewarnung in 8 Sprachen (dt. engl. frz. span. russ. türk. arab. pers. ) bitte weiterverbreiten:
http://travelwarning.blogsport.eu/

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Auswertung 1. Mai

Nachdem wir uns von einem langen 1.Mai in Dortmund mit vielen Demonstrationen, Durchbruchsversuchen auf die Nazidemo und Blockaden wieder erholt haben ist es Zeit für eine kleine Auswertung.

Vorweg: Die Nazis konnten marschieren und das Hauptziel wurde somit nicht erreicht. Dennoch ist es ein großer Erfolg das es mit BlockaDo nun ein gemeinsames handlungsfähige Blockade-Bündnis in Dortmund gibt. Es hat zahlreiche Durchbruchsversuche gegeben von denen einige auch Erfolg hatten und die anderen nur deshalb nicht weil die Polizei die Verhältnismässigkeit grob missachtet hat.

Für uns persönlich waren die Blockadeversuche in Dortmund ein großer Erfolg. Im Gegensatz zu den letzten Jahren war es, trotz unvermindertem Polizeiaufgebot, möglich an die Route der Nazis zu gelangen. Das lag vor allem an dem teils offenen ländlichen Gelände aber auch an der guten Koordination von BlockaDo.
An unserer gemeinsamen Anreise aus dem Westen nahmen etwa 250 Antifaschist*innen Teil. Nach einer kleinen Ralley durch Hecken und Felder gelang ein Durchbruch bei dem eine Blockade auf der Naziroute mit 75 Personen gebildet werden konnte. Diese hatte den ganzen Tag bestand konnte aber leider von der Polizei soweit an den Rand gedrängt werden das die Nazis später passieren konnten.
Eine weitere BlockaDo-Blockade mit rund 300 Menschen im S Bhf Westerfilde sorgte dafür das die Anreise der Nazis sich um etwa drei Stunden verzögert hat.

Das es nun endlich ein gemeinsames Blockade Bündnis der verschiedenen antifaschistischen Strömungen in Dortmund gab und das dieses gut arbeiten konnte und sich nicht wieder zerstritten hat ist wohl der größte Erfolg. Es bleibt zu hoffen das alle Beteiligten weiterhin einen Minimalkonsens finden um sich den Nazis gemeinsam in den Weg zustellen. BlockaDo plant bereits die Blockaden der nächsten großen Nazi-Demo in Dortmund die voraussichtlich um den Antikriegstag (Anfang September) liegen wird.

Das Verhalten der Polizei war jedoch sehr seltsam. Der weiche Kurs des Dortmunder Polizeipräsidenten Lange der geäußert hatte auch Blockaden könnten als Versammlung unter dem Schutz des Demonstrationsrechts stehen waren wenig zu spüren. Mit einem Großaufgebot war der ganze Großraum der Demonstration hermetisch abgeriegelt. Dabei war auch schweres Gerät (Räumpanzer Wasserwerfer) aufgestellt worden. Auch eine sehr aggressive Reiterstaffel sowie zahlreiche Polizeihunde waren im Einsatz. Die Polizisten setzten allen Mittel (Knüppel, Pfeffer, Pferde, Hunde) ein um friedliche Sitzblockierer*innen von der Strecke abzuhalten und kannten dabei keinerlei Verhältnismässigkeit was leider wieder einige Verletzte forderte. Bisher gibt es allerdings den Eindruck das es im Gegensatz dazu recht wenig Anzeigen gab.
Anders verhielt sich die Polizei gegenüber den Nazi. Von Phrasen wie das man die Nazis keinen Millimeter zuviel marschieren lassen wollte war Gestern nichts mehr zu spüren. Zur völligen Verwunderung aller wurde die Naziroute freiwillig von der Polizei mehrfach erweitert. Statt der angekündigten Route S Bhf Westerfilde – S Bhf Nette, wurde noch eine Runde durch die dortigen Wohngebiete angeboten, danach wurde der Abschluss zum S Bhf Mengede verlegt wodurch es nochmal die zusätzliche Route Nette – S Bhf Mengede gab. Als die Nazis schon kaum noch Lust hatten wurde ihren Anmeldern dennoch gestattet noch eine weitere spontane Route zurück durch Mengede zu laufen. Und das obwohl wieder die rassistische Parole Skandiert wurde die am Vorabend als so Volksverhetzend eingestuft wurde das die Nazi Vorabend-Kundgebung deshalb von der Polizei abgebrochen wurde.
Durch die Polizei konnten die Nazis also eine lange Strecke marschieren. Allerings bleibt die Verlegung aus der Innenstadt auf die Felder von Westerfilde und in die verschlafenen Wohngebiete für die Nazis ein entscheidendes Manko an der Route.

Mit ca.500 Personen auf der Nazi Demo ist den Nazis in ihrer Szene offenbar eine erfolgreiche Mobilisierung gelungen. Auch wenn sie mit ihren neuen 1.Mai Demos als Partei die Rechte bislang nicht an ihre mittlerweile verbotenen Aufmärsche zum Antikriegstag anschliessen können. Die Nazis werden die Zahl der Personen und das Durchführen einer langen Route als Erfolg werten trotz der unattraktive Route und die Stundenlangen Verzögerung. Eine völlige Blockade hätte das geändert.

Dennoch war es ein guter 1. Mai für Antifaschist*innen in Dortmund. Es war schön soviele Leute auf den Strassen zu treffen und die gemeinsamen Erlebnisse dürften den meißten insgesamt Lust auf mehr gemacht haben. Das war in Dortmund früher anders. Wir freuen uns auf die nächste Einladung von BlockaDo.

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1. Mai Dortmund + Vorabenddemo Duisburg

Infos zu den Aktionen am 30. April und 1. Mai

http://aa170.noblogs.org/
http://www.blockado.info/

+++ Auf Updates achten! +++

30. April
17:00 | Kaiserstraße/Heiliger Weg | Kundgebung am Landgericht und Demonstration anlässlich der Urteilsverkündung im Hirsch-Q-Prozess.
Am Abend | Schlafplatzbörse für alle, die schon am Vorabend von außerhalb nach Dortmund kommen.

1. Mai
Morgens | AA, GE, MS, BO, E, MH | Treffpunkte für Blockierer*innen von außerhalb Dortmunds
09:00 | Katharinenstraße | Ganztägiger Infopunkt des BlockaDO-Bündnis.
09:00 | Ort noch unklar | Treffpunkt für die Blockade des Naziaufmarsches.

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Duisburg Mon Amour – Demo 30.4. 2014, 18uhr

http://duisburgmonamour.org/wp-content/uploads/2014/03/dfb.jpg

»Duisburg, mon Amour«?!
Gegen die rassistischen und antiziganistischen Zustände!

Wallraff, Schimanski, Sauerland. “Und nun die Zuwanderung von Ausgegrenzten aus Bulgarien und Rumänien” wehklagt es in einem aktuellen Artikel in der ZEIT¹. Die Autorin setzt all dem ein lapidares “Na und!” entgegen und fordert bedingungslose Liebe zu dem Ort mit dem “goldenen Herz” – “Duisburg, mon Amour”.

Doch das Bild von der Stadt der solidarischen Kumpel, die zwar hässlich ist, in der es aber wenigstens kollegial zugeht, stinkt zum Himmel. Denn bereits im September 2012, nachdem die ersten Roma nach Duisburg-Rheinhausen gezogen waren, brachen sich fremdenfeindliche Stimmungen im Viertel bahn. 300 Anwohner*innen forderten in einem offenen Brief die “Umsiedlung” der Neu-Duisburger*innen, denn diese ließen sich “aufgrund ihrer Mentalität und Lebensart”² nicht integrieren. Die Lokalredaktion der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) berichtete darüber wohlwollend und unterstützte das Anliegen der ‘alteingesessenen’ Bevölkerung. Gut ein Jahr später titelte dieselbe Zeitung: “Stadt Duisburg will erste Familien aus Bergheimer Problemhaus umsiedeln”³. Gemeinsam mit dem Vermieter, dem Kontakte zum Rotlicht- und Rockermilieu nachgesagt werden, wurden mittlerweile fast alle Familien aus dem Gebäudekomplex “In den Peschen” vertrieben. Ein “Erfolg”, der nur durch das gemeinsame Wirken von Polizei, Lokalpolitik und den Bürger*innen vor Ort erreicht werden konnte. Dazwischen lag eine monatelange Zuspitzung xenophober Hetze an allen drei Fronten. Während in sozialen Netzwerken mit brachialer Rhetorik zu Mord und Totschlag aufgerufen wurde, berichteten lokale Zeitungen beinahe täglich über vermeintliche Müllberge und sogenannte “Klaukids” im “Problemhaus”. Weiter angestachelt wurden sie dabei vom Polizeisprecher Ramon van der Maat, der im August 2013 in der TAZ forderte: „Die anderen (die nicht-integrationswilligen, adR) kommen mit unserer Gesellschaft nicht klar. Die müssen weg.“⁴

„Problemhaus“? Problemstadt!

Mehr und mehr fanden klassische Ressentiments gegen als „Zigeuner“ identifizierte Menschen Verwendung in der Stimmungsmache gegen die Neueinwander*innen. Der antiziganistische Furor, der im Laufe des Jahres 2013 auf die gesamte Stadt übergriff, rief absurdeste Aktionen von Duisburger*innen, die sich selbst höchstwahrscheinlich als der “demokratischen Mitte” zugehörig betrachten, hervor. So hängten zum Beispiel Ladenbesitzer*innen auf der Wannheimerstraße in Hochfeld Besen in ihre Eingänge, um “Zigeuner” fern zu halten⁵. In Rheinhausen demonstrierte eine Bürgerinitiative für Recht, Ordnung und vorgeblich auch gegen Fremdenfeindlichkeit. Dennoch war bei dieser Demonstration ein Dutzend Mitglieder der Duisburger Neonazikameradschaft willkommen, einzelne betätigten sich bei der Veranstaltung gar als Ordner*innen. Kundgebungen der rechtspopulistischen Splitterpartei Pro NRW, die von Rheinhausener Bürger*innen noch schüchtern beklatscht wurden, wurden zur gleichen Zeit in Neumühl, wo eine Unterkunft für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge verhindert werden sollte, von bis zu 250 rassistischen Bürger*innen offen gefeiert – auch hier war der Mob letztlich in seinem Anliegen erfolgreich. Dass es bis zum Jahresende 2013 zu mehreren Brandstiftungen an Flüchtlingsunterkünften und an einem von Roma bewohnten Haus kam, löste bei der Polizei keinen spürbaren Fahndungsehrgeiz aus.

Während die Duisburger Verhältnisse in überregionalen Blättern teilweise kritisch begleitet wurden, erfand die Lokalpresse zu Beginn des vergangenen Jahres den Begriff “Problemhaus” für solche Häuser, in denen Sinti und Roma leben. Insbesondere die Rheinische Post (RP) tut sich im Gefühl, es ihren Leser*innen recht machen zu müssen, bis heute durch eine menschenverachtende Propaganda gegen sogenannte “Armutsflüchtlinge” und “Klaukids” hervor. Dabei reicht es der Lokalredaktion der RP oft nicht, die ohnehin schon einseitig und suggestiv formulierten Pressemeldungen der Polizei unhinterfragt zu übernehmen, sondern sie dichtet, fälscht und vermischt Kommentar und Faktenbericht⁶. Dabei überschreitet sie ein ums andere Mal die Grenze zur Hetze – worin sich die Redaktion auch durch einen Hinweis des Presserats nicht beirren ließ.

“Klaukids” überall – Rassist*innen nirgends?

Der von einer Rot-rot-grünen Koalition dominierte Stadtrat bemüht sich mit dem Mob Schritt zu halten, überholt so manche Populist*innen noch rechts und legitimiert den rassistischen bzw. antiziganistischen Konsens und lobt Oberbürgermeisters Sören Link (SPD) für seine Politik explizit. Wie diese aussieht, wird etwa anhand eines Schreibens der Stadtverwaltung deutlich, welches den Bewohner*Innen der Gebäuekomplexes “In den Peschen” zuging. In diesen fanden sich unter anderem Sätze wie diese: “Sollten Sie nicht ausreisen, werde ich Sie in Ihr Heimatland abschieben.“⁷ Besonders pikant ist diese Aussage Links vor dem Hintergrund, dass bedingt durch die Freizügigkeit innerhalb der EU eine Abschiebung der zumeist aus Bulgarien oder Rumänien kommenden Menschen gar nicht möglich wäre. Sozialdezernent Reinhold Spaniel (SPD) wiederum äußerte seine antiziganistischen Vorurteile ganz unumwunden, etwa als er nach der angekündigten Räumung der Häuser “In den Peschen” mit der Äußerung, “dass die Bewohner auf Grund ihrer hohen Mobilität weiterziehen” kommentierte⁸. Schon früher hatte Spaniel ein Integrationskonzept vorgestellt, das zum Ziel habe “den Leuten ganz simple Dinge des Lebens erklären, zum Beispiel dass eine Mülltüte in eine Mülltonne gehört. (…) Dass man seine Notdurft nicht draußen, sondern in der Toilette im Haus verrichtet.” Denn: “Wir müssen zunächst mit den einfachsten Dingen des Lebens anfangen.”⁹ Obwohl Duisburger Bürger*innen immer wieder beteuern, dass sie keine Nazis/Rechten seien, kann am Wahlergebnis eine Vermehrung des Bevölkerungsteils abgelesen werden, welcher eine extrem rassistische Politik offen fordert. So konnte etwa die NPD ihr bestes Ergebnis in den alten Bundesländern in Duisburg verzeichnen¹⁰.

Absehbar ist jetzt schon, dass alle Parteien die “Armutszuwanderung” zu einem zentralen Thema im Wahlkampf machen werden¹¹. Duisburg befindet sich damit ausnahmsweise einmal voll im deutschen und europäischen Trend. Während im Mittelmeer tausende Menschen am martialisch aufgerüsteten Europäischen Grenzschutz tödlich scheitern, erlebt Deutschland eine Welle von Anschlägen und xenophoben Demonstrationen gegen Flüchtlingsunterkünfte, die streckenweise an die rassistische Pogromstimmung zu Beginn der neunziger Jahre erinnern. Auch in Schneeberg, Berlin-Hellersdorf, Essen oder Leipzig zeigte sich in den letzten Monaten, wie schnell sich der immer latent aggressive Antiziganismus und Rassismus radikalisieren kann, wenn etwa die Zuwanderung aus Südosteuropa zunimmt, oder Heime für Asylbewerber*innen in der Nachbarschaft errichtet werden sollen.

Ereignisse wie diese machen deutlich, wie dünn die Decke der Zivilisation in Deutschland noch immer ist. Antirassistische Kritik an derartigen Vorgängen bleibt jedoch wirkungslos, wenn sie sich primär oder gar ausschließlich an extrem rechten Gruppierungen abarbeitet. Einfache Lösungen und freundliche Aufklärungsversuche müssen dabei ins Leere laufen, da hier ein faktenresistenter Hass anzutreffen ist, welcher zumeist nach Unten tritt, verbunden mit einem diffusen Neid auf Sozialleistungen, welche die ‘Fremden’ möglicherweise bekommen könnten. Diese Duisburger Zustände bedürfen einer dringenden Intervention. Die alltägliche Hetze von “ganz normalen Bürger*innen”, Mordaufrufe in sozialen Netzwerken, das Verhalten der Stadtführung und Polizei, der Zulauf den extrem rechte Gruppierungen erfahren – alle genannten Phänomene bedingen einander und können nur dann treffend kritisiert werden, wenn auch jene gesellschaftlichen Verhältnisse analysiert und angefochten werden, welche Ideologien wie den Antiziganismus und Rassismus immer wieder hervorbringen. Mit der Demonstration am 30. April wollen wir die kritikwürdigen Zustände in Duisburg und anderswo benennen und deutlich machen, dass wir ebendiese jetzt und in Zukunft nicht unwidersprochen hinnehmen werden.

Aufrufende Gruppen: A2K2 [westliches Ruhrgebiet] | Antifa Essen (Z) | Antifaschistische Aktion Soest | Antifaschistische Union Dortmund | Emanzipatorische Antifa Duisburg | Gruppe et2c (Münster) | Gruppe Phoenix (Bonn) | Initiative gegen Duisburger Zustände | Linke Liste (Siegen) | Liste Undogmatischer StudentInnen (Bonn)

¹ Zeit Online vom 13.03.2014 hxxp://www.zeit.de/2014/12/duisburg-staedtebau

² Der Westen vom 11.09.2012 www.derwesten.de/staedte/duisburg/duisburger-fordern-umsiedlung-von-roma-familien-id7087411.html

³ Der Westen vom 07.10.2013 www.derwesten.de/staedte/duisburg/stadt-duisburg-will-erste-familien-aus-bergheimer-problemhaus-umsiedeln-id8529996.html

⁴ Die Tageszeitung (TAZ) vom 23.08.2013 www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=in&dig=2013%2F08%2F23%2Fa0052&cHash=d331b2d7f028f9fe7cab00299b716621

⁵ vgl. Bericht des Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung vom 19.11.2013 www.diss-duisburg.de/2013/07/ein-deutscher-mythos-am-stiel-hochfeld-besenrein/

⁶ vgl. bspw. Rheinische Post vom 02.08.2013: “Keine Ruhe am Problemhochhaus” www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/keine-ruhe-am-problemhochhaus-aid-1.3577106

⁷ Weblog XtraNews vom 05.09.2013: Eskalation im Romahochhaus: Stadt blufft mit Abschiebungen www.xtranews.de/2013/09/05/eskalation-im-romahochhaus-stadt-blufft-mit-abschiebungen/

⁸ Der Westen vom 17.12.2013, abgerufen am 19.03.2014 www.derwesten.de/staedte/duisburg/keine-ersatzquartiere-fuer-roma-familien-aus-duisburger-problem-haeusern-aimp-id8787262.html

⁹ Die Welt vom 27.08.2013: “Ich habe die Befürchtung, dass noch mehr kommen” www.welt.de/regionales/duesseldorf/article119442422/Ich-habe-die-Befuerchtung-dass-noch-mehr-kommen.html

¹⁰ vgl. www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_09/ergebnisse/wahlkreisergebnisse/l05/wk117/ und hxxp://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_13/ergebnisse/wahlkreisergebnisse/l05/wk115/

¹¹ vgl. Artikel in der Rheinischen Post: “Duisburgs OB fordert Wiedereinreiseverbot für Straftäter” www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/duisburgs-ob-fordert-wiedereinreiseverbot-fuer-straftaeter-aid-1.3914313

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Antifa Café 16. April

Am 16. April möchten wir uns im Rahmen des Offenen Antifa-Cafés mit der aktuellen Situation von Sexarbeiterinnen in Deutschland auseinandersetzen. In vielen Städten des Ruhrgebiets hat dieses Thema in den letzten Jahren zu kontroversen Diskussionen geführt. Zuletzt scheiterte die Stadt Dortmund vor Gericht mit dem Versuch, das gesamte Stadtgebiet zum Sperrbezirk zu erklären, um die Straßenprostitution aus der Ruhrmetropole zu verdrängen. Doch auch anderenorts sehen sich Sexarbeiterinnen mit Maßnahmen konfrontiert, die ihre Rechte einschränken und die Ausübung ihrer Tätigkeit erschweren. Was die neuen und alten Restriktionen gegenüber Prostituierten für die Berufs- und Lebensrealität der Betroffenen konkret bedeuten, darüber berichten Heike Köttner vom Bochumer Madonna e.V., der seit 1991 Beratung und Hilfe für Sexarbeiterinnen anbietet, und Mareen Heying, die zur Geschichte und Gegenwart der Hurenbewegung forscht.

Der Vortrag ist wie immer kostenlos und beginnt gegen 19.30 Uhr. Das Café öffnet um 19.00 Uhr.

Kommt vorbei. Wir freuen uns auf euch 🙂

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Infostand Uni Essen 9.4. + Vortrag

Hallo liebe Menschen.

Du wolltest uns schon immer näher kennenlernen? Außerhalb einer
Veranstaltung mit uns quatschen? Jetzt ist deine Chance.

Am Mittwoch den 9.4. macht ACampI einen Infostand (12-16 Uhr) am Campus in
Essen im Bibliotheksfoyer. Neben vielen Infos und netten Menschen wird es
auch vegane Waffeln geben. Doch damit nicht genug. Nach dem Infostand haben wir
zwei Vorträge zum Thema „Rechte Szene in Essen und Duisburg“ für euch.
Gesprochen wird über die Strukturen und Akteur_innen. Dies beinhaltet sowohl parteilich
organisierte Nazis wie die NPD und ProNRW aber auch außerparteiliche Rechte und
fremdenfeindliche Anwohner_innen. Es wird zusätzlich über die Hintergründe des
Erfolges refereriert, den die rechte Szene leider in 2013 verzeichnen
konnte.

Also kommt vorbei. Wir freuen uns auf dich.

In kurz: 9.4. Bibliotheksfoyer Campus Essen Infostand 12-16 Uhr, 16 Uhr Vortrag
„Rechte Szene in Essen & Duisburg“

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Antifa Café 19. März

Hallo liebe Menschen,
wir wollen euch ganz herzlich zum nächsten offenen Antifa Café ins AZ Mühlheim einladen.
Thema wird „Der Kosovo Krieg und die deutsche Linke“ sein. Wie immer gehts um 19 Uhr los.

Kommt vorbei. Holt euch Infos. Vernetzt euch. Oder habt einfach nur einen entspannten Abend mit anderen netten Menschen.
Wir freuen uns auf euch.
Flyer_März_April_Mai

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Plenieren leicht gemacht

Hallo ihr Lieben,

herzlich willkommen zu ihrem Guide „Plenieren leicht gemacht“. Es wird
euch in 4-6 einfachen Schritten beigebracht einem antifaschistischen
Plenum beizuwohnen. Also falls ihr wollt einfach die Schritte 1-4
beachten und eventuell 5 und 6 auch befolgen.

1. Eine E-Mail mit dem Inhalt „Ich würde gerne mal bei eurem Plenum vorbei kommen. Wann ist denn das nächste?“ an acampi@riseup.net schreiben.
2. Termin bekommen und in den Kalender eintragen. (Stichwort: ACAMPI)
3. Sich am besagten Termin auf den Weg machen in den AStA-Keller Duisburg oder den AStA-Besprechungsraum Essen.
(so dass ihr um 18:00 Uhr da seid)
4. Sich mit den anderen Menschen hinsetzen und Plenum beobachten.

Nun folgen die freiwilligen Schritte 5 und 6.

5. Fragen stellen, wenn ihr etwas nicht versteht. Es wird euch unter
keinen Umständen irgendwer den Kopf abreißen, wenn ihr nach etwas fragt,
was ihr nicht versteht.

6. Ideen einbringen und mitdiskutieren!

[7. Eventuell noch ein Bierchen trinken]

Liebe Grüße,
Acampi

P.S. Nochmal in kurz. E-Mail, Eintragen, hinkommen 🙂

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Nächstes Antifa-Café am 19. Februar

Am 19. Feburar findet das nächste Antifa-Café im AZ-Mühlheim statt. Dieses Mal wird ein Mitarbeiter des Antirassistischen Bildungsforums Rheinland über die Aktivitäten und Strukturen der rechten Szene im Ruhrgebiet berichten. Ein Schwerpunkt soll dabei auf der Frage liegen, wie die Neonazi-Szene versucht, sich nach den Verboten mehrerer Kameradschaftsgruppen im Herbst 2012 neu aufzustellen. Das Antifa-Café beginnt um 19.00 Uhr, der Vortrag gegen 19.30 Uhr.

Kommt vorbei. Informiert euch, vernetzt euch, quatscht mit uns.

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Nächstes Antifa-Café am 20. November

Das nächste Offene Antifa-Café findet am 20. November ab 18.00 Uhr im AZ Mülheim statt. Inhaltlich werden wir uns mit den feministischen Perspektiven antifaschistischer Politik auseinandersetzen. Eine der Autorinnen des gleichnamigen Buches, das vor einigen Monaten im Verlag “Edition Assemblage” erschienen ist, wird ab 19.30 Uhr zu diesem Thema referieren.

Einen Mitschnitt der letzten Veranstaltungen findet Ihr unter

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Zweites Antifa-Café zum Thema Kapitalismuskritik


Auch das zweite Offene Antifa-Café war mit über 80 Gästen wieder hervorrangend besucht. Inhaltlich haben wir uns dieses Mal dem Thema Kapitalismuskritik zugewandt. Der Referent, der dem Arbeitskreis Rote Ruhr Uni angehört, stellte in seinem Vortrag die Grundzüge der marxistischen Ökonomie- und Gesellschaftskritik vor. Im Anschluss entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über Aktualität und Perspektiven dieser Kapitalismuskritik.

In seinem Vortrag hat der Referent auf verschiedene Texte und Textsammlungen hingewiesen, die für die vertiefende Auseinandersetzung mit dem Thema hilfreich sein können:
Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie
PolyluxMarx: Bildungsmaterial zur Kapital-Lektüre
Textarchiv der Roten Ruhr Uni

Nachdem die ersten beiden Veranstaltungen so erfolgreich verlaufen sind, hoffen wir sehr, euch auch bei unserem dritten Antifa-Café am 21. August wieder begrüßen zu dürfen. Dann werden wir uns dem Thema Extremismustheorie widmen.

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NSU Watch – unabhängige Berichterstattung

Heute wird der NSU-Prozess nach einer Unterbrechung durch Befangenheitsanträge fortgesetzt. NSU Watch wird auf Türkçe, English und Deutsch darüber berichten!

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08. Mai: Wer heute nicht feiert, hat verloren!

Damit meinen wir nicht das Campus-Festival „UniOn“, dass heute auf der Essener Campuswiese stattfinden wird. Sondern den 8. Mai als Tag der Befreiung durch die Alliierten, der für die totale militärische Niederlage Deutschlands während des Nationalsozialismus steht.

Feiert auch ihr mit uns den 8. Mai und tragt eure Freude auf die Straße:

oder halt auf den Campus 😉

Siempre Antifascista!

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Auswertung 1. Mai 2013 Dortmund

Publikative hat einen Übersichtsartikel über die verschiedenen Nazi-Demonstrationen am 1. Mai zusammengestellt. Wir ergänzen es mit unseren Erfahrungen aus Dortmund von Gestern. Unser vorläufiges Fazit:

Durch deutschlandweiten massiven Protest konnten Naziaufmärsche eingeschränkt und zum Teil sogar verhindert werden. Die Anzahl der Nazis die sich an 1.Mai Demonstrationen beteiligen ist daher Rückläufig. Ein großer und wichtiger Erfolg. Dabei gibt es allerdings eine unsägliche Ausnahme:

Dortmund.
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1.Mai Dortmund: Gegen Nazis – Gegen Lohnarbeit

1.Mai Dortmund: Gegen Nazis – Gegen Lohnarbeit

Übernommen von Antifa Essen Z
und der Info-Homepage Dortmunder Antifagruppen

Für den 1. Mai plant die Neonazi-Partei “Die Rechte” einen Aufmarsch in Dortmund. Antifaschistische Gruppen rufen zu einer Gegendemo auf, die um 10.00 Uhr am Dortmunder Hauptbahnhof beginnen soll.

Für die gemeinsame Anfahrt empfehlen wir den Regionalexpress 6, der um 9.29 Uhr von Gleis 6 des Essener Hauptbahnhofs abfährt.

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Beate Zschäpe in der Bildzeitung: zwischen „Nazi-Braut“ und „Nazi-Killer“ – Der Diskurs um Frauen in der extremen Rechte

Veranstaltung des Antifa Info Abend
in Kooperation mit Acampi
und dem AStA Duisburg-Essen

Am 17. April beginnt der Prozess gegen Beate Zschäpe vor dem Oberlandesgericht München. Dort wird gerichtlich verhandelt werden, was in der Öffentlichkeit schon seit über einem Jahr Gegenstand von Spekulationen ist: die Verantwortung und Beteiligung von Beate Zschäpe an den rassistischen Morden und Anschlägen der extrem rechten Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU).

Die Referentin hat die Berichterstattung der Bildzeitung über Beate Zschäpe und den NSU in den ersten 10 Tagen ihrer öffentlichen Bekanntheit genauer unter die Lupe genommen. Dabei hat sie sich angeschaut, wem welche Schuld zugesprochen wird und welche Rolle das Geschlecht der Beteiligten dabei spielt. Die Ergebnisse der Untersuchung, die in dem Vortrag vorgestellt werden, beleuchten nicht nur den öffentlichen Diskurs um Frauen in der extremen Rechte und die daran beteiligten sexistischen Stereotype. Sie geben auch Aufschluss darüber, wo die Bildzeitung den Rassismus und Rechtsextremismus, der zu den Taten des NSU geführt hat, in der deutschen Gesellschaft verortet.

Die Referentin hat sich im Laufe ihres politikwissenschaftlichen Studiums vielfach mit der Verhandlung von Geschlecht und Rassismus in den Medien beschäftigt. Im Rahmen eines Praktikums beim Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung analysierte sie den Diskurs um Frauen in der extremen Rechte am Beispiel Beate Zschäpes und des NSU.

23. April // Einlass: 19:30, Beginn: 20:00h // Djäzz // Börsenstraße 11, 47051 Duisburg

Eintritt Frei

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Jahresbericht 2012 – Die extreme Rechte in Duisburg: Strukturen, Aktivitäten, Handlungsträger_innen & Entwicklungen

Jahresbericht 2012Artikel von linksunten

Aus dem Vorwort:
„Mit diesem Jahresbericht (pdf-Download) zu den Strukturen, Aktivitäten und Entwicklungen der extremen Rechten Duisburgs wollen wir über bestehende Zusammenhänge informieren und die Leser_innen sensibilisieren, dass es neben den klassischen Neonazis auch weitere nicht minder gefährliche extrem rechte Strömungen, aber auch menschenverachtende Einstellungen jenseits solcher Gruppierungen, gibt.

Wie schon 2010 und 2011 berichten wir über Freie Kameradschaften, Parteien und weitere extrem rechte Zusammenhänge Duisburgs in der gewaltaffinen Fußballszene. Die im letzten Jahr aufgenommene Kategorie „Grauen Wölfe“, welche wir aufgrund ihrer ideologischen Nähe zu “deutschen” Nazis ebenso als extreme Rechte betrachten, haben wir ebenfalls beibehalten. Außerdem ist eine weitere Kategorie – neue Rechte – hinzugekommen, zu denen die so genannte „Identitäre Bewegung“ gehört. Des Weiteren fühlen wir uns dieses Jahr aufgrund eines neuen Höhepunkts antiziganistischer Hetze aus dem bürgerlichen Spektrum und der damit teilweise einhergehenden inhaltlichen Nähe zu extrem rechten Positionen dazu gezwungen, ein Kapitel zu Alltagsrassismus mit in den Jahresbericht aufzunehmen.“

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Kein Vergeben, kein Vergessen – Demo am 30.03. Dortmund

Kein Vergeben, kein Vergessen

Fünf Menschen wurden seit dem Jahr 2001 in Dortmund von Neonazis ermordet. Zahlreiche schwere Übergriffe auf Migrant_innen und Nazigegner_innen, Anschläge auf Parteibüros und Wohnhäuser haben in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit auf das Dortmunder Naziproblem gelenkt.

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Offener Brief von Hochfelder_innen an den Vorsitzenden von Zukunftsstadtteil e.V Michael Willhardt

Nach wochenlanger intensiver Medienhetze gegen die Zuwander_innen aus den neuen EU-Ländern reagierten mitte der Woche ein paar Duisburger_innen mit einem offenen Brief. Anlass war der Fernsehauftritt von Michael Willhardt in der Sendung „Menschen bei Maischberger“:

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Politically Incorrect hetzt gegen ACAMPI

Das rechte News-blog “politically incorrect” (PI-News) hat am 1.März einen Hetzartikel gegen ACAMPI veröffentlicht und ihre Leser*innenschaft aufgefordert, Protestmails gegen ACAMPI an den Rektor der Uni DuE zu schreiben.

PI-News ist mit mehreren zehntausend Zugriffen täglich eines der meist gelesensten Politblogs Deutschlands. Das Blog ist ein Schnittmengenprojekt verschiedener rechter und rechtsextremer Strömungen.

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